Trachtengruppe Düdingen

"Gut ist, was die Seele erhebt", Worte eines grossen Klassikers. Was kann die Seele des Menschen mehr erheben als Tanz, Musik, Gesang, Freundschaft und nicht zuletzt ein Alphornklang, begleitet von einem harmonischen Fahnenspiel.

Die Folklore als Volksgut ist eine kulturelle Kraft, welche in uns allen lebt und durch nichts zerstört werden kann. Durch die Vielseitigkeit in unserer Gruppe wird dieses Kulturgut mit Liebe gepflegt und bei jedem Auftritt voll und ganz zum Ausdruck gebracht. Wie bisher möchten wir auch in Zukunft mit unserem abwechslungsreichen Programm Sie, liebe Trachtenfreunde, überraschen und begeistern.

Unsere nächsten Aufführungen lassen mit Bestimmtheit die Herzen des Publikums höher schlagen und werden zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Für Fragen und Anregungen steht Ihnen unser Kontaktformular zur Verfügung.

 

Volkstanzgruppe

Wenn wir unsere eigene Freude an rhythmischen Bewegungen zulassen, entdecken wir, wieviel Freude und Schwung "ein einfacher Tanzschritt" in den Alltag bringt.

Die Vielseitigkeit des schweizerischen Volkstanzes ermöglicht uns ein abwechslungsreiches Repertoir, welches jedem Tanzniveau angepasst werden kann.
Dank unseren geschulten Tanzleitern und unserem Choreographen Albert Julmy haben wir die Möglichkeit, Eigenkreationen von hohem Niveau einzuüben. Das disziplinierte Proben, die effiziente Zusammenarbeit sowie die Ausgeglichenheit in der Gruppe fördern die Leistungsfähigkeit und die Qualitätssteigerung der Tänzer und Tänzerinnen.

Bei vielen In- und Auslandauftritten sowie beim jährlichen Trachtenabend können wir das Publikum mit einem vielseitigen Programm überraschen und begeistern. Wir sind eine dynamische und attraktive Tanzgruppe, in welcher nicht nur Trachtentänze geprobt werden, sondern jeder hat auch die Möglichkeit den Gesellschaftstanz zu lernen.

Trachtenkapelle

Die Trachtenmusik erweiterte sich vom Handharmonikaspieler zu einer qualitativ hochstehenden Trachtenkapelle. Tatsache ist, dass noch heute bei den Volksmusikanten die Freude an der Musik und der kameradschaftliche Zusammenhalt einen grossen Stellenwert einnehmen. Das Interesse an der Volksmusik, die Präzision sowie das gemeinsame wöchentliche Proben führten die Trachtenkapelle zum heutigen Erfolg.

Genau diese Eigenschaften braucht es, um eine so kreative, wohlklingende und harmonische Musik zu spielen, wo Klang und Tanz ineinander verschmelzen. Dieses Phänomen erhöht den Wert unserer Trachtenkapelle.

Kindertanzgruppe

Beim Schnippen, Klatschen und Klopfen von Rhythmen verspüren die Kinder den natürlichen Drang und die Freude, sich spontan dementsprechend zu bewegen.

Genau so unkompliziert sind die Tänze unserer Kleinsten, welche wir zu altüberlieferten bekannten Kinder-liedern mit viel Schwung und einfachen Tanzschritten einüben.

Doch schon bald geht es langsam einige Stufen höher, wo die Musik nicht mehr dem Kinderlied entspricht, sondern der Volksmusik. Die Schritte und der Rhythmus werden schneller, die Choreographie etwas komplizierter.

Trachtenchor

Ein Lied kann weite Kreise begeistern, erst recht noch, wenn es mit Freude und von Herzen gesungen wird.

Eine über die Kantonsgrenzen hinaus bekannte Eigenkomposition "Alphorngrüess ùs ùm Schwarzsee" von Robert Bertschy geschrieben, erweckt noch heute in jedem Herzen ein Stück Heimatgefühl.

Seit einigen Jahren schon bringt der Chor mit viel Engagement und Liebe volkstümliche Melodien dem Volk näher. Unser breites Liederrepertoir verleiht jeder Aufführung eine harmonische Stimmung ins abwechslungsreiche Programm.

Kränzlitrachten

Die Kränzlitracht (Kränzli, im Dialekt "ds Chränzli" = kleiner Kranz) ist die älteste und zugleich die bekannteste Sensler Tracht. Ihren Namen verdankt sie dem glitzernden Kränzli, welches aus Flitterli, Schlötterli, Pailleten, Schaum- und Glasperlen und Stoff-blümchen besteht.

Sie wird aber auch Prozessions- oder "Chrüzgangstracht" (= Kreuzgang, d.h. dem Kreuz folgend betend um die Pfarrkirche gehen) genannt, weil sie seit etwa der Mitte des 19. Jahr-hunderts zur kirchlichen Prozessions- und Kreuzgangstracht umgewandelt und somit, dank dem Eingreifen der Kirche, praktisch unverändert bis zum heutigen Tag erhalten geblieben ist. Ursprünglich war sie jedoch die festtägliche Volkstracht der Töchter.

Die Kränzlitracht gehört zu den ältesten und farbigsten Trachten der Schweiz. Sie weist Elemente aus der Mode verschiedener Epochen auf. Gewisse Bestandteile reichen gar bis ins 17. Jahrhundert zurück.

Die Kränzlitracht war wohl ursprünglich überall im Sensebezirk verbreitet. Heute gibt es "d’Chränzleni" als eigentliche Kreuzgangs- und Prozessionstracht nur noch in den Pfarreien Düdingen, Tafers und Heitenried. Bis in die 1960er Jahre hinein wurde die Kränzlitracht jeweils am ersten Sonntag des Monats sowie an grossen Marien- und Festtagen getragen. In Düdingen wird die Kränzlitracht am Herrgottstag und bei besonderen Festen getragen.

Einmal am Herrgottstag eine Kränzlitracht tragen!

Die Pfarrei Düdingen besitzt 16 gut erhaltene und zum Teil erneuerte Kränzlitrachten.
Alle Mädchen (ab 4. Primarklasse) und Frauen mit schulterlagen Haaren, welche gerne am Herrgottstag einmal eine Kränzlitracht (Mädchen- oder Frauentracht) tragen möchten, können sich bei Luzia Koller, Tel. 026 493 45 48 oder Esther Schwaller, Tel. 026 493 13 96 anmelden.

Die Kränzlitracht für Feste und besondere Anlässe

In Düdingen werden die Kränzlitrachten als Prozessions-tracht nur noch am Herrgottstag getragen. Damit diese einmalige Tracht auch in Zukunft erhalten bleibt, wäre es schön, wenn sie wieder vermehrt für festliche Anlässe einbezogen würde und ihren ursprünglichen Platz als Festtagstracht in unserer Gesellschaft einnehmen könnte.

Für weitere Informationen und Fragen:

Esther Schwaller
Lustorf
3186 Düdingen

Tel. +41 (0)26 493 13 96
eMail: schwalleres@gmail.com

Unser Schweizermeister Olivier Ruprecht und Vize-Schweizermeister Kuno Zbinden im 2016

Fahnenschwinger

Eine der schönsten zur Heimat verbundenen Eigenarten in der schweizerischen Kulturlandschaft ist das Spiel mit der Fahne. Die Urwüchsigkeit, das Ritual der Schwünge sowie die Schönheit und Abwechslung finden wir noch heute in jedem Fahnenspiel.

Das tägliche Üben und das gemein-same wöchentliche Proben unserer Fahnenschwinger erfordern eine erhebliche sportliche Leistung. Die Kunst des Fahnenschwingens besteht darin, einen bunten Strauss von verschiedenen Schwüngen zusammenzustellen, die jeweils beidseitig ausgeführt und mit einigen Hochschwüngen ausgeschmückt werden.

Ein Auftritt von einem Fahnenspiel im Duett oder bis zum Achterspiel, begleitet von der Melodie eines Alphorns, erfordert eine hoch konzentrierte und präzise Teamarbeit. Hier kann das Fahnenspiel die Herzen erfreuen und in seinen Bann ziehen.

Alphorn

Das Alphorn - das ursprüngliche Hirtenblasinstrument, aus Arven- oder Tannenholz gefertigt, kann nur in der Naturtonreihe gespielt werden. Mit seinem warmen, weitreichenden Ton und Klang gehört es in die Bergwelt, ist aber bei Folkloreanlässen und Konzerten in Verbindung mit Orgel oder Blasmusik nicht mehr wegzudenken.

Die Trachtengruppe hat das Glück, das Mitglieder aus ihren Reihen auch das Alphorn erklingen lassen. War es Ende der 1960er Jahren  Hugo Cattilaz und Alfons Zurkinden, gesellte sich bald Adalrich Wyder dazu. So entstand das Alphorntrio Düdingen. 1978, anlässlich eines Auslandaufenthaltes wurde mit Gilbert Kolly das Trio zum Quartett. Mit Alois Gilli, Alphorn- und Büchelbläser vergrösserte sich das Quartett 1979 zum Quintett. Am Trachtenabend 1980 im Hotel Bahnhof in Düdingen hatte das Quintett seine Premiere. Auf eigenem Wunsch trat Adalrich Wyder  1992 zurück. Da formierte sich wieder ein Quartett mit Alfons, Hugo Gilbert und Alois, das über 25 Jahre miteinander musizierte. Zwischenzeitlich wurde auch mit Alphornbläserin Silvia Ruprecht musiziert.

Büchel

Der Büchel, hat den Ursprung in der Innerschweiz und ist ca. 1820 urkundlich erwähnt. Der Bekanntheitsgrad ist wesentlich geringer als das Alphorn. Dies kommt wohl auch daher, dass der Büchel schwieriger zu blasen ist als das Alphorn. Das rassige, helle Büchelspiel wurde1980 von Alois Gilli in unsere Gruppe gebracht. Mit Hugo Cattilaz, dem begnadeten Bläser hat er im Büchelduo über 25 Jahre mit grossem Erfolg an den Konkurrenzen wie auch bei den Auftritten der Gruppe im In-und Ausland teilgenommen. Auch diese Zeit ist leider vorbei.

Als Komponist von Büchelmelodien hat sich Alois Gilli eine nennenswerten Namen gemacht. Der letzte Auftritt im Büchelduo „Dütschfryburg“ fand anlässlich des Trachtenabend 2008 statt

Alois bläst seither den Büchel im Solo, in Verbindung mit Akkordeon (Röbi Bertschy) oder mit unserer vielfältigen und topmotivierten Trachtenmusik.

On the history of the folk costume group of Düdingen

Folk costumes enjoy a great tradition in Düdingen. There are numerous testimonies to this and there exist depictions of Düdingen citizens wearing folk costumes dating as far back the 18th century. Thus traditional costumes were the pride of Düdingen for a long time, which the villagers put on display during parades and other festivals. The great charity parade of 1910 in Freiburg, for instance, at which various organisations from Düdingen appeared in folk costumes will always be remembered. It is hardly surprising then that in the wake of the resurgence of the costume movement in Switzerland and in the canton of Freiburg in the 1920ies and 1930ies, the first folk costume group of the Sense-district was founded. For quite some time, teacher Peter Aeby (1894-1963) from Düdingen had been considering to enrich the various festivities with more gaiety and colourfulness. Following the slogan: „Well begun is half done“, he set to work. Teacher Aeby started out with ten female folk costume juniors in 1934, who formed the first folk costume singing group.It is this group that the present folk costume group gradually emerged from.

At the suggestion of Peter Aeby, the domestic science schools of Düdingen produced the first workday costumes for women in the winter of 1933/1934. They still belonged to the „older“ workday costumes, featuring a blue skirt, a striped apron, and a bodice that’s wide open in the front. These folk costumes were replaced by today’s workday costumes after 1944. In 1938, the renewed Sunday costume also came up inside the group. Nowadays both types of female costumes are worn. And of course, also the long-standing „Kränzli“ costumes and prefect costumes aren’t missing, which evidentially have been continually worn in Düdingen for over 200 years. From the beginning, men wore the renewed traditional male costume. Since 1978, the men of the dance group as well as the flag throwers have been wearing a slightly modified costume.

Especially for bigger events, costume people and the music society of Düdingen—which owns a Sensler costume itself—have presented themselves together. Through this bond, folk dancing as well as the folk band found their way into the group. The folk costume group was very popular with the Düdingen population as they brought colour and glee to the village life. In 1944 there was the first folk costume „Kilbi“. This type of fair persisted throughout years until it was taken over in the 1970ies by the popular entertainment evenings.

Towards the end of the 1960ies, the folk costume group experienced a remarkable boom. The need for a more precise goal, better information, and also a new dance style called for an enhanced organisation. Up until this point, the folk costume group had been managed by Peter Aeby (1934-1962) and Jeanette Merkle (1962-1967). In 1967, a chairperson was elected for the first time. Paul Zbinden from Jetschwil was elected the first president. Furthermore, a leading dance couple was appointed.

The increasingly frequent abroad performances gradually called for a greater variety in their presentation. The folk costume music group expanded from one accordion player to a folk costume band. In 1968, one member introduced flag throwing to the folk costume group. Almost at the same, even the alphorn was blown from within the group’s own ranks. Singing, too, received new attention, first in the form of a yodel duet and since 1978 as part of the folk costume choir.
In addition, a children’s dance group was founded in 1976. As a final expansion, in 1980 the woodwind instrument büchel was added to the group.

In 1982, a disk featuring songs, musical pieces as well as alphorn and büchel tunes was recorded. These are for the most part original compositions by members of the group. The disk was recorded in fond memory of an unforgettable trip to America. In fall 1987, the long-time president offered to cede his post. The dance instructor Brigitte Roggo Brugera was elected as his successor. And after a work-intensive and eventful time in office with many perfomances in-country and abroad, Brigitte Roggo passed on her presidency in the year of 2004 to Marius Jeckelmann after having been in office for seventeen years.

With the above described elements, all of which are still present today, the 80-person folk costume group from Düdingen is able to offer a varied and interesting programme. Thanks to these content-rich performances, the folk costume group Düdingen has contributed several times with great success at events and has attracted attention in Switzerland and abroad (Germany, England, U.S.A., Netherlands, France, Italy, and so on).